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Die Styles der Yamaha Begleitautomatik stellen zu jeder Main Variation (A-D) je ein Fill-In sowie ein separates Break Fill zur Verfügung. Diese beinhalten sowohl eine Variation im Rhythmuspattern (Spuren RHY1 und RHY2) als auch in den Begleitspuren (BASS, CHD1, CHD2, PAD, PHR1, PHR2). Fill-Ins und Breaks sind generell eintaktig. Prinzipiell kann man zu jedem beliebigen Zeitpunkt ein Fill-In oder Break Fill auslösen. Allerdings wird die Begleitautomatik nur das spielen, was zum gegebenen Zeitpunkt sinnvoll ist:
Beispiel 1a (Fill-In spät ausgelöst: nur Rhythmussektion) Beispiel 1b (Fill-In zu Taktbeginn ausgelöst: Rhythmussektion und Begleitung) Bei einem Break Fill stoppt typischerweise die Begleitung und das Schlagzeug spielt einen kurzen Solo Part. Entscheidend ist dabei wiederum der Zeitpunkt. Nur wenn das Break Fill zum Taktbeginn gestartet wird, wird das volle Pattern abgerufen und die Begleitung verstummt wirklich. Ist man zu spät dran, erklingt dagegen das Break Fill der Rhythmusspuren zusammen mit der Begleitung der Main Variation. In diesem Fall ertönt also kein Break im eigentlichen Sinne, sondern eher eine weitere Fill-In Variation, hier demonstriert am Style 70'sChartSoul: Lediglich das Schlagzeug unterbricht seinen Spielfluss, während die Begleitung konstant durchgehalten wird. Das Resultat ist in sich nicht stimmig. Drückt man jedoch die Break Taste zum Taktbeginn, ist Schlagzeug und Begleitung perfekt aufeinander abgestimmt, ein echtes Break die hörbare Folge: Beispiel 2b (Break Fill in zu Taktbeginn ausgelöst: Rhythmussektion und Begleitung) |
siehe auch Tyros 3 Bedienungsanleitung Seite 48 ff. |
Der richtige Zeitpunkt für ein komplettes Fill-In / Break FillMöchte man das Fill-In oder Break Fill komplett abrufen, so ist der dafür richtige Zeitpunkt theoretisch exakt der Taktanfang. Praktisch wird aber kein menschlicher Spieler dieser Welt den Taktanfang genau treffen. Daher erlaubt die Begleitautomatik, von diesem Zeitpunkt etwas abzuweichen und sowohl etwas früher oder auch etwas später das Fill-In / Break komplett auszulösen, und zwar exakt bis zu eine Achtelnote früher oder später. |
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Es ist dabei von Vorteil, wenn man das Fill-In vor dem Taktbeginn auslöst (grüner Bereich der folgenden Grafik). In diesem Fall spielt nämlich die Begleitautomatik die aktuelle Variation zu Ende und startet exakt zu Taktbeginn das gewünschte Fill-In oder Break.
Löst man dagegen nach Taktbeginn aus (also im roten Bereich der Grafik), besteht folgendes Problem: die Begleitautomatik hat ja schon die ersten Noten der aktuellen Variation erzeugt. Diese müssen nun abgebrochen werden und durch das Fill-In oder Break ersetzt werden. Der bereits erwähnte musikalische Bruch ist also unvermeidbar, wobei es von den musikalischen Inhalten der Variation und des Fill-In abhängig ist, wie sehr der Bruch als störend empfunden wird. Beispiel 3a (Break Fill vor oder exakt am Taktbeginn ausgelöst) Löst man dieses Break zu spät aus, geht dieses Sforzato völlig verloren, es bleibt lediglich ein akzentuierter Schlagzeugeinsatz: Beispiel 3b (Break Fill erst nach Taktbeginn ausgelöst) |
Ab 1/8 vor Taktanfang: Bis zu 1/8 nach Taktanfang: Im "grauen" Bereich: Es werden nur die Schlagzeug-Parts des Fill-In oder Break abgerufen. |
Gestartetes Fill-In wieder stoppenSobald ein Fill-In oder Break einmal gestartet ist, kann man es mit einem Druck auf die selbe Taste auch wieder stoppen. Diese Funktion ist aber mit Bedacht einzusetzen, falls ein komplettes Fill-In inklusive der Begleitspuren gespielt wird. Denn dabei wird tatsächlich das Fill Pattern abgebrochen und der Rest des Taktes durch die Main Variation ersetzt, was evtl. unpassend klingen wird. Geeignet ist diese Funktion daher eher, um eine Fehlbedienung schnell wieder zu korrigieren. Im folgenden Beispiel (Style BaroqueAir) wird im Fill-In B ein kurzes Motiv eingeflochten: Beispiel 4a (Fill-In komplett) Ein Abbruch des Fill-In mit obiger Methode zerstört dieses Motiv und sollte also unterlassen werden: Beispiel 4b (Fill-In komplett abgerufen, dann aber abgebrochen) |
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Auto Fill-In einmalig ignorierenDas Stoppen des Fill-In lässt auch einsetzen, um bei eingeschaltetem Auto Fill-In einen Wechsel in der Variation vorzunehmen, ohne dass das Fill-In tatsächlich erklingt. Dazu drückt man die Taste der neuen Variation schnell zweimal hintereinander. Allerdings ist dies meist nur zu Taktbeginn zu empfehlen, da es ansonsten möglicherweise zu einem unpassendem Übergang führt. |
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Fill-Ins gezielt wählenGenerell erklingt beim Wechsel der Variation das Fill-In der neuen Variation, spielt man also beispielsweise gerade Variation B und man drückt Taste D, wird das Fill-In D abgerufen: B -> Fill-In B -> D Das folgende Beispiel benutzt einen kombinierten Pop- (Variation B) / Jazz- (Variation D) Style, erzeugt also einen auffallenden stilistischen Wechsel. Ruft man die Variation D wie gewöhnlich ab, wird der Übergang zur Jazz Variation schon beim Fill-In eingeleitet: Beispiel 5a (B -> Fill-In D -> D) Verwendet man jedoch das Fill-In der Variante B und wechselt erst zum Taktbeginn auf die Jazzvariante, ist der Überraschungseffekt größer: Beispiel 5b (B -> Fill-In B -> D) Dies erreicht man durch den Einsatz der Registration: Im folgenden Beispiel wird immer die gleiche Main Variation verwendet und die Fill-Ins jeweils spät ausgelöst. Daher erklingt von der Begleitsektion immer unverändert das selbe Rock Pattern. Es werden aber drei verschiedene Drum Fill-Ins abgerufen, um das ganze realistischer zu gestalten (kein Rockschlagzeuger würde hier dreimal exakt das gleiche Fill-In spielen): Beispiel 6 (drei verschiedene Fill-Ins, die Main Variation bleibt gleich) |
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Pedal nutzen!Richtiges Timing kann unter Umständen schwierig sein, denn möglicherweise sind gerade zum entsprechenden Zeitpunkt beide Hände in Aktion. In diesem Fall kann man die benötigte Funktion auf ein Pedal legen und so exakt auslösen. Natürlich ist das auch durch Einsatz eines Fuß-Controllers (z.B. MFC-10) möglich. |
siehe auch Tyros 3 Referenzhandbuch Seite 109. |





